Der Wert von präoperativen Labors bei der Identifizierung von „At-Risk“ – Patienten für die Entwicklung von Infektionen an der Operationsstelle nach einer pädiatrischen neuromuskulären Wirbelsäulendeformitätschirurgie

Studiendesign: Dies ist eine retrospektive Kohortenstudie über eine einzige Chirurgen-Zwei-Krankenhaus-Datenbank.

Ziel: PSF bei NMS-Patienten ist eine Hochrisikooperation mit SSI-Raten von bis zu 24%., In der Literatur gibt es widersprüchliche Beweise für einen möglichen Zusammenhang zwischen niedrigen präoperativen Nährstofflaborwerten und einem erhöhten SSI-Risiko nach PSF. Eine retrospektive Analyse einer 20-Jahres-Kohorte von 111 Patienten mit pädiatrischer neuromuskulärer Skoliose (NMS), die sich einer posterioren Spinalfusion (PSF) mit Instrumenten unterzogen, wurde durchgeführt. Insgesamt entwickelten sieben Patienten (6,3%) eine postoperative Infektion an der Operationsstelle (SSI). Mit der möglichen Ausnahme von Transferrin waren niedrige präoperative Laborwerte (Präalbumin, Hgb/Hct, WBC, TLC, Gesamtprotein, Albumin) nicht mit SSI assoziiert., Diese Ergebnisse hinterfragen den Nutzen der aktuellen Methodik der präoperativen Laborbewertung bei der Identifizierung von Patienten mit erhöhtem Risiko für SSI nach PSF.

Methoden: Eine Ein-Chirurg, Zwei-Krankenhaus-Datenbank wurde überprüft, um alle Patienten zu identifizieren, die PSF für NMS unterzogen. Die Diagnosen umfassten Zerebralparese (n = 82), Myelomeningozele (n = 13), spinale Muskelatrophie (n = 4) und andere (n = 12). Krankenakten für 117 Patienten wurden untersucht; 6 wurden aufgrund fehlender Laborwerte ausgeschlossen., SSI wurde als eine Infektion definiert, die eine Rückkehr in den Operationssaal zur Bewässerung und Debridement der Operationsstelle erfordert. Demografische Informationen, präoperative Laborwerte, Größe der Wirbelsäulendeformität und chirurgische Eingriffsdaten wurden aufgezeichnet.

Schlussfolgerung: Niedrige präoperative Nutritional Labs -, Hgb/Hct-und TLC-Werte wurden in dieser Analyse nicht mit einer erhöhten Inzidenz von SSI in Verbindung gebracht. Diese Ergebnisse hinterfragen den Nutzen präoperativer Laborwerte bei der Identifizierung von „gefährdeten“ Populationen für SSI nach PSF für NMS.

Evidenzgrad: IV Therapeutisch.

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